Fort Hermann 1915

Oberhalb der heute noch vollständig erhaltenen Festung Kluze erbaute die Österreich-Ungarische Armee in den Jahren vor dem Krieg eine neue Festung. Grund dafür war, dass sich die Waffentechnik weiterentwickelt hatte und man einsehen musste, dass die untere Festung Kluze gegen moderne Artilleriegeschosse keinen Schutz mehr bot. Gleiches geschah jedoch auch mit dem neuen Fort Hermann, denn bei Kriegsbeginn konnte auch diese Festung den neusten schweren Geschützen nicht mehr stand halten. Bereits in den ersten Kriegswochen an der oberen Isonzofront beschoss die Italienische Armee das Fort Hermann so schwer, dass es bald aufgegeben werden musste. Die Geschütze wurden ausgebaut und in eine neue Feuerstellung in Felskavernen am Svinjak verbracht, wo sie den gesamten Krieg über verblieben. Die alte Festung Kluze blieb den ganzen Krieg jedoch unbeschädigt, denn sie lag in einem toten Winkel und konnte von der italienischen Artillerie nicht getroffen werden. Die Ruinen des Fort Hermann können heute noch besichtigt werden. Von der Festung Kluze aus erreicht man es in einer dreiviertel Stunde auf der alten Baustraße die direkt zum Fort führt.

In den vergangenen Jahren wurde die Internetdatenbank Europeana.de durch die EU aufgebaut und gefördert. Sie bietet eine Vielzahl von Digitalisaten an, welche von Museen, Archiven aber insbesondere auch Privatleuten bereitgestellt wurden und so ein digitales kulturelles Gedächtnis und Erbe darstellen.

Die dort angebotenen Materialien stehen größtenteils zur freien Verfügung und so möchte ich einige davon auch für mein Projekt nutzen. An dieser Stelle gilt dem Bereitsteller und Europeana.de mein Dank dafür.

Die im Folgenden gezeigten Originalaufnahmen entstammen einem Fotoalbum welches von einem Offizier der Österreich-Ungarischen Armee angelegt wurde.

 

Quelle:

https://1914-1918.europeana.eu/contributions/17195 

Lizenz der Medien in diesem Datensatz

http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/

 

Das Fort im heutigen Zustand

Die schweren Beschädigungen am Fort durch den italienischen Beschuss sind gut zu erkennen. In den Jahren nach dem Krieg herrschte Metallmangel, was dazu führte das alle Eisenteile und Panzerungen nach dem Krieg demontiert und eingeschmolzen wurden.