Schütze anton lang

Das Schicksal des Schützen Anton Lang von der 2. Kompanie des Württembergischen Gebirgs-Bataillons erzählen die zeitgenössischen Dokumente welche aus dem Nachlass eines seiner Kameraden stammen.

 

Anton wurde am 04.08.1897 geboren und trat am 22.08.1916 im Alter von 19 Jahren in die deutsche Armee und damit in den ersten Weltkrieg ein. Zunächst verbrachte er einige Zeit in Rekrutendepots und Ersatz Bataillonen, nahm also nicht aktiv an Kampfhandungen teil. Am 23.11.1916 wechselt er vom Ersatz-Bataillon des Reserve Infanterie Regiments 247 zum Ersatz-Gebirgs-Bataillon und erhält dort seine Ausbildung im Gebirgskrieg. Unmittelbar vor der 12. Isonzoschlacht wird er von dort am 13.10.1917 zum aktiven Gebirgs-Bataillon ins Feld gesandt. Das Bataillon marschierte zu diesem Zeitpunkt hinter der Isonzofront auf. Am 20.10.1917, drei Tage vor der Schlacht, wurde er der 2. Kompanie zugeteilt. Zu dieser Zeit ist der Kompanieführer Oberleutnant Erwin Rommel, dessen Name im späteren Verlauf der Schlacht mit dem Sturm auf den Monte Matajur und der damit einhergehenden Verleihung des Pour le Mérite bekannt wurde. Das Gebirgsbataillon stand im Mittelpunkt der Kämpfe im Tolminer Brückenkopf und hatte entscheidenden Anteil am Erfolg der Offensive. Die Eroberung des Monte Matajur durch seine Kompanie (im Verbund mit anderen Kompanien des Bataillons) sollte Anton jedoch nicht mehr erleben. Er verbrachte nur 5 Tage an der Front bevor er sein junges Leben aushauchte.

 

Seine Kriegsstammrolle, die im Landesarchiv Baden-Württemberg noch erhalten ist und online eingesehen werden kann vermerkt zu seinem Tod:

"25.10.1917 am Monte Kuk  infolge Gewehrgeschoss, Brustschuss an Verwundung auf Transport verstorben."

Er hatte also keinen schnellen Tod, wie seine Angehörigen bei einem Brustschuss sicher annahmen. Seine Kameraden hatten noch erfolglos versucht ihn zum nächsten Verbandsplatz zu bringen. Sucht man nach seinem Namen beim Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge findet man leider keinen Eintrag zu seinem Namen. Er dürfte aber mit großer Sicherheit seine letzte Ruhestätte im deutschen Gebeinhaus in Tolmin gefunden haben.

Auf dem Friedhof seiner Heimatgemeinde Königseggwald findet sich sein Name noch heute auf der Gefallenentafel der Friedhofkapelle.

 

Link zur Stammrolle

Sammlung www.isonzofront.de
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