Einsatz in der 12. Isonzoschlacht und in Italien 1917/1918

Emil Rauch als Gebirgsschütze in voller Ausrüstung, mit Gasmaske, Patronenbandoulier und Gebirgsstock.
Emil Rauch als Gebirgsschütze in voller Ausrüstung, mit Gasmaske, Patronenbandoulier und Gebirgsstock.

Pünktlich zum Aufmarsch für die 12. Isonzoschlacht wurden die Kompanien des Württembergischen Gebirgsbataillons (im folgenden W.G.B.)  mit neuen Soldaten aufgefüllt. So war auch für Emil die Zeit beim Ersatz-Bataillon des W.G.B. vorbei. Am 13. Oktober 1917 wurde er zum aktiven Bataillon ins Feld gesandt. Nach einigen Tagen der letzten Vorbereitungen in Kärnten und im Etappengebiet der Isonzofront wurde Emil der 2. Kompanie des W.G.B. zugeteilt. Die langen Märsche aus dem Hinterland an die Front, welche wegen der Geheimhaltung nur Nachts durchgeführt werden konnten, forderten viel von den Soldaten. Zudem regnete es im Oktober 1917 fast ununterbrochen, die Straßen zur Front waren restlos verstopft. Über die wenigen Wege zur Front marschierte eine ganze Armee auf. Die Schützen wichen oft auf schmale Pfade und Saumwege aus, die durch den anhaltenden Regen kaum mehr gangbar waren. So kamen die ersten Soldaten schon auf dem Weg zur Front zu Tode. Am 24. Oktober 1917 begann die Schlacht nach einem gewaltigen Vorbereitungsfeuer der Artillerie. Die Truppen der 14. Armee durchbrachen die italienischen Linien von Flitsch/Bovec bis Tolmein/Tolmin. Im Schlachtverlauf kam dem W.G.B. eine besondere Bedeutung zu. Im Verbund mit den anderen Einheiten stürmte das W.G.B. die italienischen Linie und drang schnell in die Stellungen ein und besetzte Schlüsselpositionen. 

FELDPOSTKARTE an Elise 16.10.1917

 

16. Okt. 17 Morgens 10 Uhr

L. E.

Bin ein fahrender Gesell, kenne keine Sorgen, labt mich heute der Felsenquell, tut es Rheinwein morgen!

Wir sitzen immer noch gemütlich am alten Platz und betrachten durch das Fenster die vorbeifliegenden Landschaften.

Viele Grüße von Schütze Emil Rauch W.G.B. Transportzug No. 30221.

 

 

 

Abgestempelt wurde die Karte in Villach und Zensuriert von der K.u.K. Zensurstelle 1 in Klagenfurt wie die Stempel auf der Karte zeigen. Transportiert wurde sie jedoch erst am 27.10.1917, also nach Beginn der Offensive, was auf die verhängte Postsperre zurückzuführen ist.

Feldpostbrief an Elise, DATUM NICHT GENAU BEKANNT, in Umschlag vom 23.12.17 Emil schon beim Stab Jäger Div.

 

...was kann ein Soldat im Krieg Gutes und Angenehmes verlangen. Erst hatte ich viel Urlaub, wo ich immer meine Liebste finden konnte und das ist bekanntlich neben dem Essen das kostbarste Kleinod auf Erden für jeden Soldaten. Im Feld war das Ding natürlich anders. Anfangs immer Regen und bei Nacht marschieren. Einmal marschierten wir von Abends 7 Uhr bis Morgens 9 Uhr ohne eine Minute Pause, da glaubten wir, das sei viel, aber es kam schlimmer. Vom 24. Oktober bis 2. November jeden Tag von Morgens bis Abends immer hinter den Italienern her, nichts als Stürmen und Kugelpfeifen. Die ersten 3 Tage waren wohl die schlimmsten. Da blieb Mancher tot liegen und Mancher kugelte getroffen den Abhang hinunter. Am 2.,3. und 4. Nov. mußten wir warten bis ein Steg fertig war über den Kilometer breiten Tagliamento. Doch jetzt ging es wieder ins Gebirge und drauf los. Einmal hatten wir von Morgens 8 Uhr bis anderen Abends 6 Uhr immer fort kaum 3-4 Stunden Rast. Immer bergauf und bergrunter und immer Regen. Da konnte man so richtig sagen: "Wir gehen Bergauf Bergab". Da sieht man erst was der Mensch aushält. Daß man da alles entbehrliche wegwirft ist selbstverständlich. Doch es kommen auch wieder bessere Tage. Immer einige Bessere und dann wieder Schlimmere. Gerade so war es mit dem Essen. Verluste hatten wir immer viel und darfst nicht glauben, daß unser Oberleutnant und der Major beide den Orden Pour le Merite umsonst erhielten (den höchsten deutschen Orden) den sonst nur Flieger und die besten und tüchtigsten Generäle erhalten (unser General hat ihn auch nicht). Die Schützen erhielten die meisten des Eiserne Kreuz. Wäre ich nicht weggekommen so hätte ich es jetzt auch erhalten. Doch es ist mir so lieber, jeden Tag kommt die Kunde, daß wieder Kameraden gefallen sind. Auch der kleine dicke, der damals bei Neuburgen war ist neulich samt seinem Bruder von einer Granate gefallen. Du siehst also, daß es mir im Jahr 1917 nicht schlecht gegangen ist und wenn es im kommenden Jahr nicht schlimmer kommt, bin ich wohl zufrieden. Die Kerze ist bald gar, sei also vielmals gegrüßt von Deinem Emil.

O, ich hätte noch vieles zu schreiben.

Bei dieser Karte handelt es sich um eine italienische Armee-Feld-Post-Karte die er sich wohl aus dem zurückgelassenen Material der ital. Armee angeeignet hat.
Bei dieser Karte handelt es sich um eine italienische Armee-Feld-Post-Karte die er sich wohl aus dem zurückgelassenen Material der ital. Armee angeeignet hat.

FELDPOSTKARTE (FPK) an die Eltern, geschrieben Ende November 1917 

 

Im Gebirge, Ende November 17

Meine Lieben!

Bin gesund und wohl, was ich von euch allen auch hoffe. Post hab ich noch keine erhalten. 

Pakete gelangen nicht zu uns.

Viele Grüße Euer

Emil

Feldpostbrief vom 6. Dezember 1917 an Elise

 

Belluno, 6. Dez. 1917

Liebe Elise!

 

Zum 2. male bin ich hier im Quartier. Zwar hört man diesmal nur noch fernen Kanonendonner und die fußhoch auf den Straßen und Graben liegenden Glasscherben und sonstigen Gegenstände sind meistens beseitigt doch geht es auch so ganz gut. Der einzige Fehler ist nur der, daß man nicht mehr in jedes Haus hineinlaufen darf, um zu holen was man will. Ich bin beim Divisionsstab der Deutschen Jägerdivision als Fahrer. Wie lang ich hier bleiben darf, weiß ich nicht, vielleicht bis Morgen, vielleicht ein ganzes Vierteljahr. 

Gegenwärtig hört man da und dort vom Frieden sprechen. Hier weiß niemand nichts genaues.

Liebes Lieschen!

Was hat auch der Klaus gebracht? Hoffe, daß Du zufrieden bist. Leider blieb der Brief halbgeschrieben 2 Tage liegen, heute ist der 8. Dezember und Morgen kommt er erst weg, bis er Dich erreicht ist bald Weihnachten und davon das nächste mal. Viele 1000 Grüße an dich und deine Angehörigen. Gute Nacht! Schlaf wohl!

Dein Emil

Feldpostbrief vom 12. Dezember 1917 an Elise

 

Im Felde, 12. Dez. 1917

Liebes Lieschen!

 

Nach getaner Arbeit will ich dir geschwind das versprochene Briefchen senden.

Liebes Lieschen! Das Weihnachtsfest ist nicht mehr weit und bis dich dieses Gesudel erreicht ist es vielleicht schon vorbei. Schon das 4. Kriegsweihnachten. Vom 1. verspürte ich ja nicht viel. Anders vom 2. Male. Wir waren in Grand Pre in einer Scheuer einquartiert. An einem Balken hatten wir ein Bäumchen befestigt, behangen mit allerlei Liebesgaben. Das letzte mal war ich daheim und mein einziger Kummer war mir, daß du nicht einmal Zeit fandest, einmal in unsere Stube mit einzustimmen in die Weihnachtslieder. Wo und wie ich Weihnachten diesmal feiere weiß ich selbst noch nicht. Hoffentlich bringt auch diesmal das Christkind den Frieden, damit man wieder nach Herzenslust singen könnte: "Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind!" Ja, wenn nur alle Menschen eines guten Willens wären, vielleicht hätten dann die Menschen auch den Frieden. Aber wie im kleinen, so ist es auch im großen! Also ich wünsche dir und Deinen Angehörigen vergnügte Feiertage und hoffe, daß du diesmal auch den Weg nach Ölkofen findest! 

Liebes Lischen!

Muß Dich noch um etwas bitten! Im Gebirge hatte ich schon längere Zeit ein Tragtier zu führen und zu versorgen (ein Maulesel), beladen mit einem Maschinengewehr. Natürlich lud ich meinen Rucksack auf den langen Märschen auch darauf. Aber, oh weh, dem Esel ging es auch wie manchem Schützen und manchem Esel. Auf einem Schmalen Fußweg (wenn man so sagen kann) ein Fehltritt und der Esel lag mit zerschmetterten Gliedern tief unten in der Schlucht. An ein holen war nicht zu denken. Um die Sachen all war es mir nicht groß bange, die könnte man ja überall wieder haben, aber das Gebetbuch, ich kann nicht Italienisch! Den Rosenkranz, Deine Fotografie und so weiter hatte ich glücklicherweise in der Tasche. Sei also so gut und schicke mir in meiner Not ein kleines Gebetbüchlein in einem Feldpostbrief, da wir keine Pakete erhalten. Gute Nacht!

Gruß Dein Emil

Feldpostbrief vom 20. Dezember 1917 an die Eltern

 

20. Dez. 1917

 

Meine Lieben!

 

Erhielt heute von euch Pakete mit Wurst, Butter, Zucker, Fleisch und Tabak. alles war noch gut erhalten, sogar der Braten. Nach Butter und Tabak hätte ich noch mehr Verlangen, da wir gegenwärtig Hunger haben. Gleichzeitig erhielt ich auch 4 Briefe vom 25. Nov., 4. Dez., 5. Dez. und 12. Dez.. Für alles erhaltene tausendmal Dank. Natürlich kann ich nicht jede Einzelheit beantworten. Zusel und Flora freuen mich in weiter Ferne mehr, als meine 2 Böcke in der Nähe, doch bin ich auch mit ihnen zufrieden. Einen Anzug brauch ich noch nicht, ich hab ja einen, so schnell wird es mit dem Frieden nicht gehen.

Zum neuen Jahr wünsche ich Euch allen in und um das Haus Gesundheit und ein langes Leben. Ganz besonders wünsche ich Vater und Mutter daß Sie noch viele und ungetrübte Jahre verleben mögen. Aber auch Maria und Anna und Bruder Eugen wünsche ich dasselbe. Otto und Johan dürfen hoffentlich im Jahr 1918 gesund in ihre Heimat zurückkehren. Von Johann erhielt ich bis heute keine Antwort. Von mir kann ich nur Wohlsein berichten. Wenn es mir bis an das Kriegsende geht, wie bisher, kann ich zufrieden sein, der Kopf steht ja noch am alten Fleck. Was in der Zeitung kommt braucht ihr nicht zu schreiben, da ich ja jetzt den Oberländer bekomme. Es scheint, als habe die Post aufeinmal meinen Namen gefunden. Lang von Ennetach treffe ich fast jeden Tag, er ist auch beim Stab als Radler.

Seid nun alle herzlichst gegrüßt von Eurem stets dankbaren Sohn und Bruder Emil

Jetzt weiß ich auch wieder, daß ich noch eine Heimat hab.

 

Feldpostbrief vom 20. Januar 1918 an die Eltern (Geschrieben auf Briefpapier des Hotel Doriguzzu Belvedere Feltre)

 

Meine lieben Eltern und Geschwister!

 

Endlich komme ich dazu, euch wieder zu schreiben. Hoffe, daß Ihr alle gesund und munter seid. Von mir kann ich auch nur Wohlsein berichten. Letzte 10 Tage ging es so ziemlich drüber und drunter mit der Arbeit. Den Brief vom Vater hab ich mit Dank erhalten. Jetzt wird es im Ross und Saustall wohl leer sein. Hoffentlich geht es gut im Rossstall, es wachsen ja wieder andere. Mit Frieden ist es wieder einmal nichts.

Mit der Post bin ich zur Zeit nicht ganz zu frieden. Ich schrieb schon lange um ein Feuerzeug, hab aber bis heute noch keines erhalten. Streichhölzer hab ich kein einziges mehr seit ich beim Stab bin und kaufen kann man nichts. Pakete hab ich im Jahre 1918 auch noch keines erhalten. Ebenso wenig das Weihnachtspaket. Die Verpflegung ist hier nicht schlecht, aber zum sattessen viel zu wenig und zum verhungern zu viel. Ich möchte auch nur einmal wieder Brot genug essen. Ich bin zur Zeit in einer feinen Villa, aber was nützt mich das, wenn ich nichts zu essen hab. Wein kann man kaufen auch Schnaps, dann ist es aber Schluss. Als wir im alten Lager gingen, war es dort streng Winter und hier pfeifen längst die Staren, vor dem Haus stehen Palmen, so groß wie Eure Obstbäume und im Garten ebenso hohe Bambusstauden.

Nun ich will ja gern zufrieden sein, wenn ich nur lange meinen Posten behalten darf. Gestern sandte ich wieder ein Paket weg mit einer Unterjacke.

In der Hoffnung, daß ich bald ein Paket erhalte Grüßt euch alle Euer stets dankbarer Sohn und Bruder

 

Emil. 

Feldpostbrief vom 10. Februar an Elise (Geschrieben auf Briefpapier des Hotel Doriguzzu Belvedere Feltre)

 

Slavons, 10. Februar 1918

Liebe Elise!

 

Heute am Fastnachtssonntag will ich nicht versäumen, Dir zu schreiben.

Heute morgen war ich auf Läusejagd. Weil es nun gerade Sonntag war und der Arbeitseifer klein, dachte ich, gehst einmal wieder heim zur Mutter (meine Kompanie). Flugs setzte ich mich aufs Rad und auch "Marko" durfte mit. Ich wollte mir dort neue Hosen und Schuhe holen, da ich schon über 3/4 Jahr keine Deutschen mehr habe. Neues gab es bei der Kompanie nicht viel, ebenso auch keine neuen Hosen und Schuhe. Eines freute mich doch, beim W.G.B. ist nämlich ein Soldat 17. Jahre alt, ein lockiges Mädel, wie Du auch nur kurzgeschnittene Haare und in Uniform. Wie ich diesen Soldaten sah, freute ich mich wirklich, war es doch wieder nach langer Zeit, daß ich dich das letzte mal sah. Wie ich heim kam, sollte ich mich noch mehr freuen. In großem Umfang lag auf dem Tisch, das Weihnachtspaket von der Liebsten, ferner 1 Brief vom 7. Febr. eine Karte vom 6. Febr. und eine Karte vom 25. Nov. 17, ein Brief von Andreas Irmler, ein Paket von daheim und der Oberländer vom 7. Februar. Also wieder allerhand auf einmal. Wo sollte ich da anfangen. Also erst erledigte ich deine lieben Karten, dann den Brief. Nun, Liebchen sag mir leise, was ist dir über die Leber gelaufen, daß du manachmal nicht den Humor hast zu schreiben? Wenn ich helfen kann, ich tue es, sei es auch was es wolle. Nun kam das Weihnachtspaket. Ja was da nicht alles drin war. Erst kam ein Tannenzweig zum Vorschein, dann Zigaretten, dann Leckereien, Zucker, Wurst und Äpfel (das einzige was kaputt war) und Briefpapier. Das Wichtigste hätte ich noch bald vergessen, den schönen Brief. Wer hat dich denn so das Backen gelernt? Wo bringst Du überhaupt das weiße Mehl her? Sicher hast Du es gehamstert, aber wo, wenn ichs nur wüßte! Könnte ich auch dorthin in die Lehre gehen? Würde später auch gern solches mahlen. Nun das Paket ist ja schön und von Dir gut gedacht und ich weiß, daß es nur die Liebe so fein zusammen richten kann, aber, es ware mir lieber, ich hätte bloß den Brief, der darin enthalten war. Brauche ja weiter nichts drüber schreiben.

Also für alles von Deiner lieben Hand erhaltene besten Dank. Auch danke ich vielmals für die Grüßevon deinen Angehörigen. Sei nun für heute tausendmal gegrüßt von Deinem dir stets treuen

 

Emil.

 

 

Feldpostbrief vom 13. Februar 1918 an Elise

 

Liebe Elise!

 

Heute, am Aschermittwoch bin ich gerade 1000 Tage Soldat. Will den Tag nicht vorübergehen lassen, ohne meiner Liebsten zu gedenken.

Schon sind 1000 Tage verfloßen, daß ich des Kaisers Rock mit dem bequemen Civil vertauschte. Ach, ich meine es wären erst 8 Tage und doch, wie unendlich lang. Ach, ich erinnere mich nur zu gut, wie ich und mein Alterskollege Hans zum Dorf hinausfuhren und den Eltern und Geschwistern "Lebe wohl" sagten. Lustig sangen wir noch, ohne ernst daran zu denken: "Und sehen wir einander niemals wieder, so hoffen wir auf jenes bessere Land!" Schon längst ist es bei Hans eingetroffen, er ist schon bald vergessen. Er liegt in den Granatlöchern der Somme verscharrt, niemand weiß gewiß wo und ich, ich will mich hier beklagen; Oh, Tor. Wie oft ging der Tod schon mahnend an mir vorbei. Ach so vieles hat sich inzwischen geändert und doch ist vieles gleich geblieben. Am Abend vorher konnte ich nicht anders, ich ging zu meiner Liebsten hin. Leise schlich ich mich durch den Garten und heimlich, wenn auch unerlaubt lauschte ich ihrer Stimme ließ noch einen Strauß mitlaufen und verschwand wieder im Dunkel der Nacht auf demselben Weg, den ich hingeschlichen war, ohne daß auch Marko eine Ahnung davon hatte. Ja hinausging es ins Dunkel der Nacht, wohin, ich wusste es selbst nicht, zu den Soldaten, in den Krieg wird es nicht mehr reichen, denn er ist ja bald zu Ende hieß es damals und heute?

Eben bringt mir Alfred zwei Karten von Dir. Die eine mit einem Rosenstrauß und die andere, ja da ist gar vieles drauf gemalt. Da hat der Maler den Pinsel richtig geführt zum heutigen Tage. Ulanen und Infateristen stehen auf Vorposten. Ernst sind ihre Gesichtszüge, nicht wißend was die Nacht bringt. Doch neben ihnen steht der Herr mit hochgehaltener Rechten sagt er zu den Soldaten: Ich bin der gute Hirte!

Liebe Elise! Dies wird wohl der letzte Brief aus Italien sein, doch wo es hingeht ist nicht bekannt. Einige wollen wissen, ins Schwabenland in Ruhe. Wenn das wahr wäre! Also für die beiden Karten ebenso für die ich Karte die heute Mittag erhielt meinen besten Dank.

Sei vielmals gegrüßt von Deinem Emil! Gute Nacht!

Noch einmal werde ich gestört, bevor ich den Brief zumache. August bringt eben das Paket mit Äpfeln, besten Dank!